China Import und Export


Die Volksrepublik China wird zum Business-Riesen, zur wirtschaftlichen Supermacht konnte man in den letzten Jahren häufig lesen. Wie ihr dies gelingt, ist ein spannendes Themengebiet. Erst Anfang der 80er Jahre begann China seine von Mao Zedong begonnene kommunistische Planwirtschaft in eine (wenn auch vom Staat kontrollierte) Marktwirtschaft umzuwandeln. Seit Beginn der 90er Jahre zeigt die Statistik einen enormen Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP).

Die Handlesbilanz zeigt einen exponentiell hohen Anstieg der Devisen. China besitzt die größten Devisen-Reserven aller Länder der Erde. Das rührt daher, dass die Volksrepublik China möglichst viele Handelspartner für ihre eigenen Produkte gesucht und gefunden hat. China ist zu einer Export-Weltmacht geworden. Die Exporte übersteigen die Importe um ein Vielfaches. Das Land und seine Regierung möchte selbst den Aufstieg schaffen und sich nicht in Abhängigkeiten begeben.

In den vergangenen Jahren nahm die Volksrepublik China Handelkontakte zu zahlreichen Ländern auf, so etwa zu den USA, Deutschland, der Republic of Korea, Großbritannien, Singapur, Malaysia oder den Niederlanden, um die wichtigsten Vertragspartner zu nennen. Interessanterweise wird auch Hongkong in der Bilanz der Ex- und Importe als Ausland geführt, obwohl die ehemalige britische Kronkolonie seit 1997 wieder zu China gehört. Gründe dafür findet man im wirtschaftspolitischen Bereich.
Haupthandelspartner für den Export sind die USA (21 % der aus China exportierten Güter), Hongkong (16 %) und Japan (11 %). Deutschland befindet sich mit ca. 4 % an 5. Stelle der Exportpartner.

Einfuhren aus anderen Ländern erhält die Volksrepublik China vor allem aus Japan (15 %), der Republic of Korea (11,6 %) und Taiwan (11,3 %). Auch hier findet man Deutschland mit 4,7 % an 5. Stelle (hinter den USA).
Chinas Hauptexportgüter sind vor allem Textil-Produkte und Bekleidung (auch minderer Qualität), EDV-Technik und weitere Büromaschinen, Fernseher, Produkte aus der Nachrichten- und Elektrotechnik, Maschinen sowie viele Produkte aus der chemischen Industrie.

Importiert werden nach China meist elektronische und chemische Erzeugnisse, Maschinen, allerlei Rohstoffe, welche im Land selbst kaum vorhanden sind, Brennstoffe und Öle sowie Produkte aus dem elektrotechnischen Bereich.
Zahlreiche ausländische Firmen gründeten während der letzten beiden Jahrzehnte “Joint Ventures” mit chineschischen Firmen, so dass diesen der Auslandshandel enorm erleichtert wurde.

Über die Städte an der chinesischen Ostküste und die dort angesiedelten Sonderwirtschaftszonen wie Shenzen wird der größte Teil des chinesischen Im- und Export heute abgewickelt, ebenso über die Zwischenstation Hongkong. Von hier aus erreichen Chinas Produkte die ganze Welt.