Erneute Sorgen wegen Vogelgrippe-Todesfall in Shenzhen


Es ist erst ein paar Jahre her, dass die Vogelgrippe weltweit für Angst und Schrecken gesorgt hat. Vor allem auch in der Volksrepublik China hatte es damals einige Todesfälle gegeben – der Großteil der Tode war aus den eher ländlichen Regionen des riesigen Landes vermeldet worden. Nun ist es zum wiederholten Male das Reich der Mitte, aus dem neue Meldungen zu einem erneuten Ausbruch der Vogelgrippe aufkommen. Die Medien hatten berichtet, dass es ein neues Opfer gegeben hat. Es handelt sich dabei um einen Mann, der an dem Virus erkrankt war. Dieser lebte in der chinesischen Region Shenzhen, was bei den Bewohnern der umliegenden Provinz Guangdong für Sorgen bezüglich einer neuen Epidemie geführt hatte.

Einen Grund für eine grassierende Panik sehen die zuständigen Behörden in der Region aber nicht, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua zum Beginn des neuen Jahres berichtet. Die örtliche Gesundheitsbehörde spricht davon, dass es sich bei dem aktuellen Fall einer Infizierung mit dem H5N1-Virus des erkrankten Busfahrers erst einmal um einen Einzelfall handelt. Und trotzdem sind die Ängste vermutlich nicht gänzlich unbegründet. Denn noch ist nicht klar, wie und wo sich der Tote angesteckt haben könnte. Bedenklich ist die Bedrohung schon deshalb, weil Shenzhen direkt an die Großstadt Hongkong grenzt, was die Sorgen hinsichtlich einer umgreifenden Ausweitung in erheblichem Maße bei den Bürgern der Region schürt. Schon vor rund drei Wochen gaben Behörden bekannt, dass es vor Ort drei Infektionsfälle bei Tieren gegeben hatte.

Infolge dessen werden waren etliche Tausend Hühner vorsorglich getötet worden. Entwarnung gibt es in dieser Sache aber insofern, weil der infizierte Patient nach derzeitigen Meldungen in den vergangenen Wochen seine Heimat nicht verlassen hatte. Ob er jedoch andere Menschen angesteckt haben könnte, die wiederum sehr wohl auch außerhalb ihrer Heimatstadt unterwegs waren, ist bis dato leider nicht bekannt. Die Untersuchungen laufen dementsprechend auf Hochtouren. Überraschend an den Berichten ist indes, dass der Verstorbene keinen Kontakt mit Geflügeltieren hatte – so wenigstens teilen es die Medien und Behörden bisher mit. Entlastung bringt hingegen die Tatsache, dass die Übertragung des Virus von einem Menschen zu anderen eher eine Ausnahmesituation ist. Für den Toten und seine Angehörigen ist dies jedoch nicht einmal ein schwacher Trost.

3 Comment(s)

  1. Es wäre gut, wenn sich auch in Deutschland seitens der Behörden mehr Besonnenheit an den Tag gelegt werden würde. Außerdem müßte das Übel von Grund auf beseitigt werden, das darin besteht, daß die Tiere widernatürlich eng gehalten werden, wodurch das Re-Infektionsrisiko ins Extreme gesteigert wird. So rächt sich die Natur an unserer menschlichen Maßlosigkeit. Es wird Zeit, daß wir erkennen: Wir Menschen stehen nicht über der Natur, sondern wir sind nur ein marginaler Teil im Schöpfungsganzen, ob uns das paßt oder nicht!

    Eckard Wendt, AGfaN e.V. | Jan 3, 2012 | Reply

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