Anleger fürchten sinkende Immobilienpreise


Irgendwann ist eben doch mal das Ende der Fahnenstange erreicht. Das muss man nun also auch in China erkennen. Über Monate wenig wurden die Immobilien in den Städten immer teurer, nun folgt die scheinbar durchaus logische Wende. Bisher waren es jedoch vielerorts eher die Preise für Wohnungen in Häuser in eher ländlichen Gebieten, die vom Preisverfall betroffen waren. Jetzt aber sind es gerade die städtischen Immobilien, deren Verkaufspreise in den Keller gehen. Und das wird gerade auch die privaten Investoren treffen, die in der aufstrebenden Volksrepublik investiert hatten, weil sie ihr auf dem dortigen Immobilienmarkt in Sicherheit wähnten.

Treffen werden die sinkenden Preisen nach Einschätzungen von Analysten am Ende aber auch die allgemeine Konjunktur in China, denn der Immobilienmarkt ein wichtiges Standbein, über das man viele Anleger aus dem Ausland anlocken konnte. Schwer könnte diese Entwicklung die Anleger erwischen, vor allem wenn privat in den vermeintlichen Wachstumsmarkt China investiert wurde. Trotz des geltenden Demonstrationsverbots gab es bereits in einigen Gebieten wie der Stadt Shenzhen Proteste gegen die Arbeitsweise der Anbieter. Die Anleger wollen nicht weniger als ihr Geld zurück. Denn Chinas Bürger müssen für ihr Geld besonders schwer schuften.

Leider lagen die Preise für immobilien in vielen Gebieten zwischenzeitlich schon weit über dem tatsächlichen Wert, weshalb schon beim Einzug manches Haus nicht mehr das Geld wert war, dass die neuen Eigentümer gezahlt hatten. Bedenkt man hierbei, dass die Anschaffungskosten in den meisten Fällen etwa beim 45-fachen durchschnittlichen Einkommen pro Jahr liegen, ist der Unmut der Käufer mehr als verständlich. Es wird also immer unruhiger. Und eine Entspannung ist nicht abzusehen. Vielmehr rechnen Experten damit, dass die Preise im Jahr 2012 nochmals schon früh um etwa ein Zehntel fallen werden im Schnitt. Von den Auswirkungen auf Chinas Bauwirtschaft, die ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Land ist, ist dabei noch gar nicht gesprochen. Klar ist aber auch, dass der Aufwärtstrend früher oder später abbrechen muss.

3 Comment(s)

  1. Sehr gut! Es kann nicht sein, dass uns diese Geldhaie aus der Immobilien- und Investmentbranche in NOCH eine Krise stürzen.

    China macht denselben Fehler, den die USA gemacht haben: Einen Superkapitalismus schaffen. Durch die Überbewertung von an sich wertlosen Immobilien wird Geld erzeugt, was es eigentlich gar nicht gibt.

    Die Gier nach Reichtum und Geld ist unbeschreiblich in China. So etwas widerliches habe ich noch nie gesehen. In diesem Land hungern Menschen, während an anderen Stellen das Geld für Luxusautos für verwöhnte Teenager verschwendet wird.

    Es ist ekelhaft, was in diesem Land passiert, was einst so eine großartige Kultur HATTE.

    Konrad | Dez 20, 2011 | Reply

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