Super-Stau in China könnte noch für einige Tage andauern


Sommerzeit ist Urlaubszeit. Und was kennt jeder Reisende aus der ersten Zeit der Sommerferien aus leidiger Erfahrung? Genau – den obligatorischen Stau, idealerweise bereits nach dem Auffahren auf die Autobahn. Doch was hierzulande als dramatischer Stau empfunden wird von vielen Reisenden mit Längen von zehn bis 20 Kilometern würde die Menschen in China dieser Tage belächeln. Auf nicht weniger als rund 100 Kilometern stauen sich die Fahrzeuge in Nordchina aktuell.

Zwischen den Städten Huai’an und Jining stecken derzeit mehr als 30.000 Menschen in ihren Autos fest. Und zwar nicht erst seit gestern. Schon seit elf Tagen geht auf den Straßen der Region fast nichts mehr. Pro Tag legen die Fahrzeuge derzeit knapp einen Kilometer Wegstrecke zurück, und das auch nur mit Schrittgeschwindigkeit. Und mit Entwarnung von staatlicher Seite ist erst einmal nicht zu rechnen. Schlimmer noch: Nach Aussagen des Verkehrsministeriums vor Ort könnte sich der Stau noch bis Ende August fortsetzen. Auslöser des Mega-Staus war eine Verkettung unglücklicher Zufälle. Erst hatten Ausbesserungsarbeiten an den Straßen zu ersten Staus geführt.

Später kam es zu einer Reihe von Verkehrsunfällen, die letztlich das eigentliche Problem zur Folge hatten. Unerwartet sind die Probleme mit dem Verkehrsaufkommen allerdings nicht wirklich. In der besagten Gegend kommt es immer wieder zu Verkehrsproblemen. Der Grund: In Inneren Mongolei, in den die Straßen unter anderem führen, wurden vor einiger Zeit Kohlefunde registriert. Durch diesen Fund steigerte sich in den vergangenen Monaten das Verkehrsaufkommen um gut 40 Prozent. Ein Glücksfall ist der Stau hingegen für die Anwohner an der Stau-Gegend. Sie verdienen derzeit mit dem Verkauf von Lebensmitteln gutes Geld.

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