USA fürchten Chinas wachsenden militärischen Einfluss
By Matthias on Aug 18, 2010 in Militär
In den vergangenen Monaten war in Berichten über China in erster Linie die Rede vom wirtschaftlichen Aufstieg der Volksrepublik. Doch nicht nur in diesem Bereich erfreut sich das Reich der Mitte eines echten Booms. Auch militärisch gewinnt die Nation zunehmend an Bedeutung. Kurzum: Die Erfüllung des Traums der politischen Führung von der Entwicklung des einstigen Entwicklungslandes hin zur globalen Supermacht rückt immer näher. Daran ändern auch die Aussagen wichtiger Funktionäre nichts, man selbst sehe sich trotz der positiven wirtschaftlichen Veränderungen weiterhin eher als Schwellenland im Aufschwung.
In den großen Wirtschaftsnationen des Westens aber werden sehr wohl sorgenvolle Erwartungen geäußert. Viele Experten befürchten inzwischen, China könnte schon recht bald international eine erhebliche Dominanz erzielen und diese im Ernstfall wohl auch in allen Bereichen ausnutzen. Dass dies vielerorts für überrasche Mienen sorgt, liegt vorrangig daran, dass der wirtschaftliche Aufstieg Chinas deutlich schneller vonstatten gegangen ist, als die vor einigen Jahren trotz aller Signale vorhersehbar gewesen wäre. In den USA beziehen sich die Sorgen jedoch vor allem auf die militärische Stärke der Volksrepublik, wie aus dem Pentagon in Washington zu vernehmen ist in dieser Woche. Ohne dass es die Weltgemeinschaft wirklich mitbekommen hätte, habe die Volksrepublik sein Militär einer umfangreichen Modernisierung unterzogen. Zudem seien die Streitkräfte ergänzend ausgebaut worden, heißt es in einem Bereich des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums.
Diese Entwicklung könnte in Zukunft dafür sorgen, dass der weltweite Einfluss in wirtschaftlicher und diplomatischer Hinsicht noch weiter steigt. Nach einer Studie Stockholmer Friedensinstituts jedoch liegt China mit einem Verteidigungsetat in Höhe von umgerechnet 84,9 Milliarden US-Dollar aber bei einem Sechstel dessen, was die USA selbst für das Militär ausgeben pro Jahr. Allerdings äußerten Analysten zuletzt, dass die der Regierung Chinas veröffentlichten Zahlen deutlich unter den tatsächlichen Zahlen liegen. Gedanken macht sich das Pentagon derzeit gerade auch bezüglich der zunehmend elektronischen Kriegsführung.
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