Entwarnung nach erneuten Sorgen um hormonell belastete Babynahrung
By Matthias on Aug 16, 2010 in Sonstige News
Vor allem beim chinesischen Unternehmen Synutra International wird die staatliche Meldung wohl auch große Begeisterung stoßen. Die Behörden in China kamen nach schneller Prüfung nun zu dem Ergebnis, dass die frühe Bildung einer weiblichen Brust (wir berichteten an dieser Stelle ebenfalls über mutmaßlichen Zusammenhänge zwischen der Einnahme von Milchpulver-Produkten und der ungewohnt schnellen sexuellen Entwicklung bei Kleinkindern) bei kleinen Kindern nichts mit dem Milchpulver der Firma zu tun habe.
20 weitere Unternehmen der Branche werden ebenso erleichtert sein. Die Tests der verschiedenen Produkte wiesen keinen erhöhten Hormonpegel wie beim Skandal um mit Melamin verseuchte Milchpulver im vorvergangenen Jahr aus. Nach Aussagen eines Sprechers des Gesundheitsministeriums seien die frühen körperlichen Ausbildungen keineswegs eine Selten, bei den neun Fällen handelt es sich statistisch gesehen also um normale Entwicklungen. Für die Eltern der betroffenen Kinder ist die Meldung wohl eher nicht zufriedenstellend.
Die Entwarnung von staatlicher Seite lässt nur sehr bedingt die Sorgen der Verbraucher um weitere Zwischenfälle im Zusammenhang mit Hormonbelastungen in Lebensmitteln sinken. 2008 waren schließlich am Ende sechs Kinder gestorben an der verseuchten Babynahrung. Begründungen auf Basis der Statistik sind für besorgte Eltern vermutlich eher keine wirkliche Beruhigung. Zumal durchaus in den vergangenen Monaten immer wieder mal verseuchte Lebensmittel im Handel ausfindig gemacht wurden.
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