Mittlerweile mehr als 1300 Menschen in Chinas Nordwesten vermisst
By Matthias on Aug 9, 2010 in Umwelt
Die von den Überschwemmungen geplanten Regionen im Nordwesten der Volksrepublik China kommen einfach nicht zur Ruhe. Am Wochenende war es vor allem die Provinz Gansu, in der Rettungskräfte mit allen Mitteln um die Leben von Anwohnern kämpfen mussten. Betroffen war in erster Linie der tibetische Teil der Provinz. Infolge der massiven Regenfälle war es am gestrigen Sonntag mehrfach zu erheblichen Erdrutschen gekommen. Das Gebiet wird von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua auf ein fünf Kilometer langes und 500 Meter breites Areal beziffert. So soll es vor Ort sogar einen Ort geben, der im vollen Umfang unter den Erdmassen begraben wurde.
In anderen Gebieten waren Zufahrtsstraßen mit Steinmaßen mit einer Höhe von maximal zwei Metern nicht mehr befahrbar. Inzwischen sprechen Behörden von rund 130 Todesopfern. Die Zahl könnte noch deutlich weiter steigen, denn die Versorgung durch medizinisches Personal ist in vielen Teilen der Krisenregion nicht sichergestellt, weil die Rettungskräfte in manche Gebiete bisher nicht vordringen konnten. Derzeit werden mehr als 1300 Menschen vermisst in Chinas Nordwesten. Doch es gibt dennoch Hoffnung, denn schon bis zum heutigen Morgen konnten rund 700 Menschen aus den Erdmassen geborgen werden durch die Rettungstruppen. Wenngleich sich die Suche denkbar schwierig gestaltet, weil die Soldaten nur mit Schaufeln und ihren bloßen Händen nach Vermissten suchen können.
Die kommenden Tage werden nicht nur deshalb wichtig sein, weil sie über Leben und Tod der verschütteten Menschen in der Krisenregion entscheiden. Darüber hinaus hat muss der Krisenstab dafür sorgen, dass sich die in der Gegend gebildeten Dämme aus Lehm und Schlamm nicht zu einem erneuten Risiko entwickeln und weitere Überflutungen in Städten und Dörfern verursachen. Derzeit leiden auch andere Regionen Chinas unter den Überschwemmungen. Chinas Ministerpräsident bestätigte, dass es sich derzeit um die schlimmsten Regenfälle seit einem Jahrzehnt handelt. Und ein Ende ist bisher nicht in Sicht.
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