Mehr als vier Millionen Chinesen vorübergehend ohne Trinkwasser


Die Situation im Nordosten Chinas spitzt sich auch in den letzten Tage dieser Woche weiter zu. Nachdem erst wiederholt Evakuierungsmaßnahmen durch den Sicherheitsstab in Angriff genommen werden mussten, damit die Bewohner der von massiven Überschwemmungen betroffenen Regionen neben ihren Häusern nicht auch noch ihr Leben verlieren, zeigt sich nun noch ein weiteres Problem, dass zunächst etwas widersprüchlich klingen mag.

Denn seit Wochen bedrohen starke Regenfälle und die daraus resultierende Überschwemmungen die Existenz vieler Anwohner. Nun wurden unweit der chinesischen Stadt Jilin sage und schreibe 3000 Fälle einer giftigen und hoch explosiven Chemikalie in den regionalen Fluss gespült, der maßgeblich für die Versorgung mit Trinkwasser genutzt wird. Die Chemikalien sollen jedoch nicht der Grund dafür sein, dass derzeit mehr als vier Millionen Menschen ohne Trinkwasser dastehen, wie die zuständige Stadtregierung vor Ort betont. Vielmehr handele es sich um Wartungsarbeiten an der städtischen Elektronik, die zu vorübergehenden Engpässen bei der Trinkwasserversorgung gesorgt hätten.

Nach Aussagen der staatlichen Nachrichtenagentur sollen insgesamt sogar 7000 Fässer aus einer Fabrik in den Fluss bei Jilin gelangt sein. Doch „nur“ 3000 dieser Fässer seinen gefüllt mit der Chemikalie Chlormethan. Von tatsächlichen Verunreinigungen wird derzeit nicht berichtet. Vielmehr seien aktuell mehr als 200 Helfer damit beschäftigt, die Fässer aus dem Fluss zu holen, um eine zusätzliche Katastrophe zu verhindern.

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