Merkels Ausflug nach China


Wer wirtschaftlichen Kooperationen das nötige politische Gewicht zu verleihen, kommt nicht umhin, dem Partner auch einen persönlichen Besuch abzustatten. So ist es nur allzu gut nachvollziehbar, dass die Bundeskanzlerin derzeit nicht nur Vertreter der russischen Regierung in Moskau vor Ort trifft, sondern gemeinsam mit 25 deutschen Spitzenmanagern im weiteren Verlauf ihrer Dienstreise auch ins Reich der Mitte reist. Am heutigen Tage kommt Angela Merkel mit ihrem Tross aus Politik und Wirtschaft nach Peking.

Nachdem man in Russland über den Fortbestand von Verträgen zu Energielieferungen gesprochen hatte, geht es im Rahmen der Gespräche mit Chinas Präsidenten Hu Jintao und dem chinesischen Ministerpräsidenten unter anderem darum, ob und in welcher Form China für die Produktion einer neuen Reihe von Airbus-Modellen verantwortlich zeichnen könnte in Zukunft. Darüber hinaus plant der deutsche Automobilbauer Daimler eine Zusammenarbeit mit einem chinesischen Konzern, die sich auf rund 800 Millionen Euro belaufen könnte.

Auch darüber wird zu reden sein. Am kommenden Samstag hingegen wird man sich vor allem dem kulturellen Teil widmen. Dann nämlich feiert die Bundeskanzlerin ihren Geburtstag, den sie unter anderem auch mit einem Besuch bei der weltberühmten Terrakotta-Armee verbringt. Thema der Gespräche mit Chinas politischer Führung wird gewisslich auch die Frage sein, wie die Öffnung der chinesischen Bankenbranche und des Versicherungsmarktes aussehen könnte. Auf eine solche Marktöffnung hofft bereits eine ganze Reihe deutscher Unternehmen, die China auch in diesen Bereichen als den großen Markt der Zukunft sehen.

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