Pekings Bürger sollen besser Englisch lernen
By Matthias on Jul 12, 2010 in Sonstige News
In gewisser Weise mutet es ja doch etwas merkwürdig an, was die Regierung in Peking dieser Tage verkündet hat. Während in aller Welt immer häufiger Chinesisch-Unterricht an Schulen und in global ausgerichteten Unternehmen angeboten wird, will man in China selbst nun stärker als bisher daran arbeiten, dass zumindest in Peking mehr Menschen Englisch sprechen. Mit dieser Maßnahme will die Regierung den Besuchern der Millionenmetropole mehr Annehmlichkeit bieten, so die Formulierung der Verantwortlichen bei der Regierung.
Ein Punkt des Programms sind etwa groß angelegte Sprachprogramme in allen Kindergärten der Hauptstadt. Auch für Berufstätige in Peking wird sich durch die Maßnahmen vermutlich einiges verändern. So sollen sie in Zukunft in obligatorischer Form Sprachtests absolvieren müssen, um ihre Englisch-Leistungsstärke unter Beweis zu stellen. Neu ist das Sprachprogramm nicht, denn schon im Zuge der Planungen für die Olympischen Spiele vor zwei Jahren war im Jahr 2002 mit entsprechen Aktivitäten begonnen worden. Spätestens in fünf Jahren sollen Kindergärten Kurse für den Nachwuchs anbieten können.
Besonders schwer machen es die Pläne zukünftig für Polizisten – 80 Prozent der Beamten müssen bis 2015 einen Sprachtest bestanden haben. Immerhin noch 60 Prozent der chinesischen Verkäufer, Friseure und anderer Dienstleister müssen ebenfalls den Test bestehen. Die Vorgaben sind klar: Beamte im Alter bis 40, die einen BA-Abschluss in der Tasche haben, müssen in fünf Jahren einen Mindest-Wortschatz von 1000 Sätzen in englischer Sprache vorweisen können.
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