Erneut Milchpulver mit Melamin in China gefunden


Erst vor einigen Wochen waren die ersten Verantwortlichen für den Skandal um mit Melamin verseuchtes Milchpulver für Babys verurteilt und hingerichtet worden. Doch die Verdienstmöglichkeiten scheinen auch weiterhin so gut zu sein, dass andere Täter das Risiko in Kauf nehmen. Denn schon wieder ist ein erneuter Skandal ans Tageslicht gekommen. Gut 38 Tonnen Milchpulver wurden gefunden, in denen erneut Melamin nachgewiesen werden konnte.

Dies bestätigten die Behörden über die staatlichen Nachrichtenagentur. Die Vorfälle ereigneten sich im Nordwesten Chinas, in den Regionen Gansu und Qinghai. Schon im Jahr 2008 waren sechs Kinder an einer Melamin-Vergiftung gestorben. Die Zahl der erkrankten Kinder belief sich auf mehr als 300.000. Doch scheinbar schrecken diese Zahlen potentielle Täter nicht ab, ebenso wenig die Gefahr, mit der Todesstrafe belegt zu werden. Schon in den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Meldungen ähnlicher Weise gegeben. Experten befürchten, dass die Dunkelziffer noch weit höher liegt und somit in Zukunft noch viele Kinder an Nierensteinen erkranken könnten.

Denn genau das ist die Folge, wenn der Nachwuchs Milchpulver verzehrt, das mit Melamin angereichert ist. Bei dem Mittel handelt es sich eigentlich um eine Chemikalie, die unter anderem in Düngemitteln zum Einsatz kommt. Auch bei der Produktion von Kunststoff wird Melamin verwendet. In Milch hilft das Mittel, um einen deutlich höheren Proteinanteil vorzutäuschen, als den, den die Milch eigentlich enthält.

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