Proteste in Hongkong für mehr Demokratie


In den vergangenen Wochen ging es an dieser Stelle zumeist um Demonstrationen in den Nachbarländern Chinas. So war es in Tibet und zuletzt auch in Taiwan wiederholt wegen der Angst einer noch stärkeren Angliederung der Regionen zu Protesten gekommen. Vor allem in Tibet hatte es während der Proteste immer wieder auf gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Obrigkeit gegeben. Aktuell aber blicken die Medien in erster Linie in die Millionenmetropole Hongkong. Dort haben erst gestern erneut mehr als 50.000 Einwohner demonstriert.

Ihr Ziel und Wunsch: Mehr Demokratie. Ebenfalls fordern die Teilnehmer der derzeitigen Demonstrationen das allgemeine Wahlrecht. Die Forderung bezieht sich auf die im Jahr 2012 stattfindenden Parlamentswahlen vor Ort. Der Knackpunkt ist darin zu finden, dass die Regierung Chinas in Peking den Bewohnern Hongkongs dieses für die Gewährung dieses Wahlrechts allerfrühestens im Jahr 2017 zusprechen will nach aktuellen Stellungnahmen. Anlass für die Demonstrationen war kein geringeres Datum als der Tag, an dem sich die Rückgabe Hongkongs an China durch Großbritannien ereignete hatte. Bekanntlich war Hongkong seinerzeit eine britische Kronkolonie.

Bis heute nimmt die Sonderverwaltungszone in China in politischer und eben demokratischer Hinsicht eine Sonderstellung ein. Stattgefunden haben die Proteste in Form eines Sitzstreiks vor der Verwaltungsbehörde der Stadt. Ganz so friedlich wie geplant ging es aufgrund verbaler Ausfälle von Seiten der politischen Opposition Hongkongs nach Medienberichten dann aber doch nicht vonstatten. Auch die Polizei musste zeitweise intervenieren, weil Teilnehmer der Proteste gegen Abgeordnete vorgingen, die zuletzt gegen eine schnellere und umfangreichere Demokratisierung gestimmt hatten.

Post a Comment