Foxconn dementiert Gerüchte um Rückzug aus China


Allein unter PR-Gesichtspunkten wären der Moment denkbar schlecht gewesen, hätten sich die Gerüchte um den Elektronikkonzern Foxconn in der jetzigen Situation als richtig erwiesen. Denn zuletzt war darüber spekuliert worden, das Unternehmen plane angeblich seinen Rückzug aus der Volksrepublik China. Als Grund waren zu hohe Produktionskosten und steigende Lohnkosten im Gespräch gewesen. In den vergangenen Wochen war der Hersteller Foxconn vor allem wegen mehrfacher Selbstmorde im Unternehmen in die Schlagzeilen geraten.

Somit hatte der Hersteller mehr als genug schlechte Werbung. Das sieht man wohl beim Foxconn-Mutterunternehmen Hon Hai im benachbarten Taiwan ähnlich und bemüht sich um rasche Richtigstellung der kursierenden Gerüchte. So heißt es aus der Unternehmen: Genau das Gegenteil der derzeitigen mutmaßlichen Insidermeldungen sei der Fall. Ein Rückzug aus China sei keineswegs geplant, vielmehr plane man weitere Expansionen, um die eigene Position im China abermals zu festigen. Von einem langfristigen Engagement spricht man bei Hon Hai und nimmt so allen Spekulationen den Wind aus den Segeln.

Ebenfalls griff das Unternehmen möglichen weiteren Berichten über die Sorgen um zu hohe Gehaltszahlungen voraus, in dem man bekannt gab, in der Sonderwirtschaftszone Shenzhen ab dem kommenden Oktober deutlich höhere Löhne zahlen zu wollen. So sollen die Mitarbeiter im Werk gut 70 Prozent mehr Gehalt als bisher bekommen, ab Oktober verdienen die Beschäftigten vor Ort dann umgerechnet etwa 244 Euro monatlich. In der Kritik standen zuletzt auch die Arbeitsbedingungen, mit denen die Foxconn-Mitarbeiter angeblich in den Werken zu kämpfen haben, so die Vorwürfe von Arbeitsrechtsorganisationen in China. Die Selbstmorde im Unternehmensumfeld hatten zudem auch bei der Regierung die Sorge hervorgerufen, es könnte zu sozialen Unruhen in der Regierung kommen.

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