Weiterhin Welle von Börsengängen Chinas Börsen
By Matthias on Jun 4, 2010 in Wirtschaft
In Deutschland und vielen anderen Wirtschaftsnationen sind die Unternehmen in Sachen Börsenengagement bisher eher vorsichtig. Etliche Firmen, die eigentlich in diesem Jahr endlich den Schritt aufs Börsenparkett wagen wollen, haben dieses Vorhaben wenigstens erst einmal auf Eis gelegt, um abzuwarten, wie sich die Konjunktur weiterhin entwickeln wird. Nicht so die Konzerne in der Volksrepublik China. Auch weiterhin lassen sich die Unternehmen im Reich der Mitte von der einstweiligen Abkühlung und der anhaltenden Kursflaute an der chinesischen Börse nicht ins Bockshorn wagen.
Sie halten an ihren Plänen für den eigenen Börsenstart fest. Eines ist schon jetzt zu beobachten: Es sind in besonderer Weise die Unternehmen aus dem Bereich der grünen Technologie, die das Wagnis eingehen und durchaus für ihren Mut belohnt werden. Nachdem vor einigen Wochen bereits bekannt wurde, dass die Agricultural Bank of China mit einem weltweit bisher einmaligen Volumen von rund Milliarden US-Dollar ins Börsengeschehen starten will, ist es nun auch für den Primus im Bereich der Windenergie in China, Goldwind Science, endlich an der Zeit. Die Erstimmission soll dem Konzern immerhin rund 1,2 Milliarden US-Dollar Eigenkapital zusätzlich verschaffen laut aktuellen Meldungen.
Es zeigt sich also wieder einmal, dass das Konjunkturprogramm der Regierung in Peking seine Wirkung nicht verfehlt hat. Vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien will Chinas Regierung bis zum Ende dieses Jahres mindestens 150 US-Dollar investiert haben. Auf diesem Wege will man sich endlich von seiner Position als Nummer 2 der weltweit Umweltschädiger verabschieden. Lohnend sind die mutigen Börsengänge für die Unternehmen in jedem Fall. Schon jetzt gibt es in China gut 146 Millionen Aktiendepots, Tendenz steigend.
“Vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien will Chinas Regierung bis zum Ende dieses Jahres mindestens 150 US-Dollar investiert haben.”
kleiner Typo ^^
Dennis | Jun 5, 2010 | Reply