Dürreperiode bedroht Flora und Fauna in Chinas Naturschutzgebieten
By Matthias on Mai 10, 2010 in Umwelt
Auch an dieser Stelle wurde in den vergangenen Monaten in regelmäßigen Abständen über neuerliche Umweltprobleme und Naturkatastrophen berichtet. Erst in der vergangenen Woche widmeten wir uns mit einem Beitrag dem Tornado, der in vielen Regionen China die Menschen in erhebliche Bedrängnis gebracht hatte. Obwohl solche Wirbelstürme in der Regel auch mit Unwettern und massiven Regelfällen einhergehen, beklagt die Natur im Reich der Mitte aktuell ein ganz anderes Dilemma. So bestätigt das Forstamt der Region um Yunnan, dass eine Dürre für viele Naturschutzgebiete in China zu einer echten Bedrohung geworden ist.
Auf einer Gesamtfläche von rund 500.000 Hektar wirken sich die ausbleibenden Regenfälle auf die Natur Chinas und somit die Artenvielfalt aus. Insgesamt bringt es die Volksrepublik auf 186 Naturschutzgebiete in der betroffenen Provinz. Vor Ort haben mehr als 150 zu Teil erheblich vom Aussterben bedrohte Pflanzen und rund 200 Tierarten ein Refugium gefunden. Und genau diesen Rückzugsort bedroht die Dürrephase nun in dramatischer Weise. Immer häufiger führt die Knappheit der Wasserreserven in den angesiedelten Schutzgebieten kritisch auf den Bestand aus. In vielen Fällen sprechen Umweltexperten bereits darauf hin, dass staatliche Maßnahmen schon jetzt nur wenig erfolgversprechend seien. Die Schäden könnten zunehmend nachhaltig und unumkehrbar werden.
Schon seit dem vergangenen September sehen sich Flora und Fauna in den Naturschutzgebieten mit bleibenden Schäden konfrontiert. Immer häufiger wagen sich die Tiere auf der Suche nach Wasser und Nahrung auch in die angrenzenden Wohngebiete. Schon jetzt liegt der Wasserstand in etlichen Gebieten rund 30 Zentimeter unter dem Pegel des vergangenen Jahres. Weitere staatliche Maßnahmen sind nun dringend gefordert, um die bedrohten Tiere und Pflanzen noch besser gegen die Folgen der Dürre zu schützen.
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