Südwesten Chinas leidet erneut unter Tornado


Kaum haben die betroffenen Regionen im Grenzgebiet zu Tibet das Schlimmste im Zusammenhang mit den Erdbeben vor einigen Wochen überstanden, wird die Volksrepublik China auch schon wieder von der nächsten Naturkatastrophe heimgesucht. Ohne Frage, mit den Auswirkungen der letzten Beben ist das aktuelle Geschehen nicht zu vergleichen. Dennoch hinterlässt der Tornado in den Orten rund um die Stadt Chongqing eine Spur der Verwüstung.

Bisher sprechen die Behörden von rund 40 Toten, doch so recht rechnet niemand damit, dass die endgültigen Zahlen auf diesem Niveau verbleiben werden. Viele der mehr als 200 Verletzten sind lebensgefährlich verletzt. Einher mit dem Wirbelsturm gingen die üblichen massiven Regenfälle sowie Hagelschauer, die dazu führen, dass mittlerweile schon mehr als 1000 Häuser in der am schlimmsten betroffenen Region den Belastungen nicht mehr standhalten konnten. Bei Windstärke 11 mussten sich viele der teils noch traditionell erbauten Gebäude den Herausforderungen von Natur beugen. Die Mitarbeiter des Krisenstabes berichteten in den Medien, viele Häuser seien sprichwörtlich wie Kartenhäuser in sich zusammengefallen.

Zudem wurden zahllose Häuser durch den Tornado abgedeckt, betroffen von den Zerstörungen sind angeblich mehr als 10.000 Häuser. Einmal wird es somit eine gefühlte Ewigkeit dauern, bis der Südwesten Chinas die Spuren beseitigt haben wird, um wieder zur Tagesordnung übergehen zu können. Auf rund 2,3 Milliarden Euro soll sich der Gesamtschaden schon jetzt nach den ersten Berechnungen belaufen. Und wer weiß, wie lange es dieses Mal dauert, bis das nächste Unwetter vor Ort für Angst und Schrecken sorgt.

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