Mehr als 400 Tote nach Erdbeben im Nordwesten Chinas


Erdbeben waren und sind in der Volksrepublik China immer wieder ein ernstes Problem, dem Menschen, Tiere und zum Teil ganze Städte zum Opfer fallen. In der vergangenen Nacht war es einmal mehr so weit. Im Nordwesten des Landes bebte die Erde, die Seismologen maßen einen Wert von 7,1 auf der so genannten Richterskala. Wie so oft zuvor in den vergangenen Jahren befand sich auch dieses Mal das Epizentrum des Bebens in der Provinz Qinghai, im Grenzgebiet zwischen Tibet und China.

Derzeitige Medienberichte sprechen von mehr als 10.000 Verletzten, die vom Erdbeben nächtlich überrascht worden sind. Schon jetzt beläuft sich die Zahl der Todesopfer auf mehr als 400. Problematisch an den Beben in diesem Teil des Landes ist vor allem die Tatsache, dass die Menschen vor Ort häufig sehr arm sind, dementsprechend finden sich in der Region vielfach noch einfache Häuser aus Holz oder Lehm. Für ein derart starkes Erdbeben sind die Bauten somit kein ernstes Hindernis. Die meisten Häuser stürzten Augenzeugenberichten zufolge zusammen wie das sprichwörtliche Kartenhaus. Spätestens im Rahmen der drei gemeldeten Nachbeben (mit einer Stärke von immerhin noch 5,8 auf der Skala) wurden viele Menschen in der Erdbeben-Umgebung obdachlos.

Mehr als 85 Prozent der Häuser sollen laut Meldungen der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in vielen Dörfern und Städten eingestürzt sein. Die Bergungsarbeiten und die Suche nach Überlebenden in den Trümmern laufen auf Hochtouren. Kritisch ist derzeit, dass die Arbeiten bisher ohne die Hilfe von Baggern vonstatten gehen müssen. Die massiven Schäden an vielen Straßen in die Region erschweren zudem die Hilfslieferungen erheblich.

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