China kooperationsbereit bei Sanktionen gegen Iran?
By Matthias on Apr 13, 2010 in Politik
Seit Jahren sind die iranischen Atom-Ambitionen ein internationales Streitthema. Problematisch war die Umsetzung möglicherweise Sanktionen gegen den Iran deshalb, weil die internationale Gemeinschaft bisher nicht an einem Strang zu ziehen bereit war. Nach Aussagen der USA-Regierung lenkt nun aber die Volksrepublik China – deren Position als Veto-Macht in diesem Zusammenhang politisch ausgesprochen bedeutend ist – ein und zeigt ihrerseits scheinbar die Bereitschaft, sich an Sanktionen zu beteiligen.
So will man gemeinsam für ein Einlenken Irans sorgen und den stets vor der Eskalation stehenden Atomstreit endlich zu einem Ende bringen. US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Kollege Hu Jintao sollen Presseberichten zufolge vereinbart haben, zwei Delegationen mit der Ausarbeitung von Sanktionsmaßnahmen zu beauftragen. Noch in diesem Frühjahr will man eine Lösung des Problems erzielen. So wenigstens die Aussagen aus den USA. Aus China hingegen ist nicht viel mehr zu vernehmen als die Betonung, dass man die Problemlösung im Dialog und diplomatischer Verhandlungsführung sehe. Ob man nun tatsächlich gänzlich hinter den Sanktionsforderungen der USA steht, ist diesen Äußerungen nicht zu entnehmen.
Aus der iranischen Hauptstadt Teheran indes ist einmal mehr zu vernehmen, dass man keineswegs an der Entwicklung einer Atombombe arbeite. Vielmehr betont man erneut, nur an der Energieversorgung auf Basis von Atomtechnologie interessiert zu sein. Gegenstimmen zu den Sanktionsvorhaben kommen aus Russland. Dort spricht sich Präsident Medwedew einmal mehr gegen Sanktionen aus, die sich auf den Energiesektor des Irans beziehen, weil diese Maßnahmen vor allem die normale Bevölkerung träfe.
Post a Comment