China bald weltweit führend beim Maschinenbau?
By Matthias on Apr 12, 2010 in Wirtschaft
In vielen verschiedenen Wirtschaftszweigen konnte die Volksrepublik China in den vergangenen Jahren nicht nur deutlich zulegen. Vielfach gelang es mit Fleiß und Kreativität sogar, schrittweise an die Spitze der weltweiten Führungsriege vorzudringen. Auch im Maschinenbau, so eine aktuelle Analyse der Beratungsgesellschaft Alix Partners, könnte eine Art Machtwechsel schon in einigen Jahren bevorstehen. Bisher werden die deutschen Maschinenbauer international als Technologieführer und Richtungsweiser eingestuft. Doch China holt auch in diesem für die deutsche Wirtschaft so wichtigen Sektor weiterhin stetig auf. Bezüglich des reinen Produktionsvolumens konnten die chinesischen Unternehmen die Konkurrenz aus Deutschland bereits im Jahr 2008 hinter sich lassen.
Jahrelang konnten die Firmen aus China vorrangig mit Standardprodukten Kunden überzeugen, inzwischen hat eine deutliche Entwicklung hin zur Spezialisierung bei der Fertigung stattgefunden, die auch internationale Aufmerksamkeit einbringt. Spitzentechnologie aus dem Reich der Mitte könnte somit in den kommenden Jahren zunehmend zu einem Gütesiegel werden, wie auch viele Experten für den Bereich Maschinenbau bestätigen. Konzentrierten sich die Unternehmen aus China lange vor allem darauf, Produkte aus dem Ausland zu kopieren, spielt Innovation mittlerweile eine ausgesprochen wichtige Rolle, gerade die Verbesserung und Weiterentwicklung von bekannten Konzepten und Maschinen hat man sich in China auf die Fahne beschrieben, um auch im Maschinenbausektor schon bald das Sagen und die Führung im globalen Vergleich einzunehmen.
Nicht nur in China selbst sind die Maschinen und Geräte „Made in China“ verstärkt gefragt, auch in Schwellenländern wie Brasilien geraten deutsche Anbieter immer öfter in Konkurrenz-Bedrängnis aus der Volksrepublik. Branchenkenner raten deutschen Unternehmen daher zu stärkerem Engagement in China und Asien allgemein, insbesondere Kooperationen mit Maschinenbau-Unternehmen aus China könnten für stabile Auftragslagen sorgen.
Dennoch sind Maschinen “Made in China” nicht von der Qualität wie man es erwarteten könnte, sehe das ganze zu sehr live auf der Arbeit.
Daniel W. | Jun 5, 2010 | Reply
Was mögen das für “Branchenkenner” sein, die zu einem derartigen Unsinn raten? Durch den Export von Know-how nach China, wo “Urheberrecht” bekanntlich ein Fremdwort ist, sägt man sich doch den Ast ab, auf dem man (noch) sitzt. Der einzige Vorteil Chinas ist die billig Massenproduktion; das mag bei Hämmern und Schraubenschlüsseln ausreichen, aber nicht bei relativ anspruchsvoller Maschinerie; da hat Qualität immer noch ihren Preis; sonst wäre der deutsche Maschinenbau längst seinen schon seit Jahrzehnten immer wieder prognostizierten Tod gestorben.
Manfred-N | Okt 24, 2010 | Reply