Yuan-Aufwertung bleibt spannendes Thema zwischen China und USA
By Matthias on Apr 10, 2010 in Politik
Von einem etwas ungünstigen Zeitpunkt könnte man am heutigen Wochenende wohl sprechen. Gerade erst berichten die Medien darüber, dass im Streit um eine mögliche und von den USA bereits seit einiger Zeit geforderte Aufwertung der chinesischen Währung Yuan nach den Gesprächen zwischen US-Finanzminister Timothy Geithner in China endlich etwas Ruhe in die aufgeheizte Situation gekommen sei. Gemeinsam wolle man einen erneuten Handelsstreit vermeiden, so die Meldungen aus dem US-Finanzministerium.
Dass wirtschaftliche und politische Stabilität zwischen China und den USA unerlässlich ist, wisse man auf beiden Seiten. Zuletzt hatte vor allem der kursierende Begriff von China als internationaler Währungsmanipulator für Zündstoff in den Gesprächen und Diskussionen gesorgt. Kaum haben sich die Gemüter also beruhigt, sorgen die Pläne über ein Gesetz, das die US-Kongresskammer bis spätestens des kommenden Monats Mai auf den Weg gebracht haben könnte, für neuerliche Diskrepanzen.
Mit dem besagten Gesetz könnte laut Stellungnahmen einer Sprecherin des Abgeordneten Harry Reid, seines Zeichens Führer der demokratischen Mehrheit im US-Senat, auf lange Sicht eine Aufwertung des Yuan quasi politisch erzwingen. Der demokratische Politiker hatte sich in der Vergangenheit schon mehrfach für eine massive Aufwertung der Währung eingesetzt und sich mit seinen Forderungen auch direkt an den Präsidenten Chinas gewendet. Zudem ist Reid ein aktiver Fürsprecher der zusätzlichen geforderten Strafzölle für verschiedene Waren aus dem Reich der Mitte, die zu Dumping-Preisen auf den US-Markt gebracht werden.
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