Einigung zwischen China und Google in Sicht
By Matthias on Mrz 5, 2010 in Internet
In den vergangenen Wochen hatte sich die Auseinandersetzung zwischen dem Internetriesen Google aus den USA und der Regierung Chinas zunehmend zugespitzt. Viele Experten hatten bereits von einem Präzedenzfall gesprochen, weil es erstmalig ein Unternehmen mit einem Land aufzunehmen wagte. Nun versucht man scheinbar wieder, die Wogen zu glätten, bevor der Disput tatsächlich aus dem Ruder läuft und Google seine Androhung eines Rückzugs aus dem chinesischen Internet wahrmachen sollte. China selbst – so IT-Minister Li Yizhong in einer öffentlichen Erklärung zum Problem – will sich um eine angemessene Lösung mit dem Suchmaschinenbetreiber Google bemühen.
Interesse an einer fortgesetzten Debatte habe man nicht, heißt es in der Erklärung. Noch immer stehen die Hacker-Angriffe auf das Google-System im Mittelpunkt der Streitigkeiten. Inzwischen mischte sich auch ein Sicherexperte des Unternehmens McAfee ein, der von Beweisen dafür spricht, dass beim unbefugten Zugriff auf das System sogar Quelltext entwendet worden sei. Nun will sich die Regierung womöglich doch stärker als bisher für die Aufklärung der Aktionen einsetzen, um Google am Ende vielleicht doch in China zu halten.
Unklar ist indes, ob die Regierung bezüglich der Auflagen zur Zensur von Suchangeboten in den Suchmaschinen die Bereitschaft zur Einlenkung mitbringt. Wahrscheinlich ist dies nicht. Doch genau dies stellt inzwischen ein großes Problem dar, seit Google zum Jahresbeginn mitteilte, die Zensurbestimmungen in Chinas Web nicht mehr berücksichtigen zu wollen. Doch einerseits hat man diese Ankündigung bisher nicht wahr gemacht. Und andererseits ist immerhin schon einmal die Gesprächsbereitschaft der Regierung zu erkennen.
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