China sucht Gespräch mit WTO wegen Anti-Dumping-Zöllen


Schon seit einigen Monaten herrscht internationale Krisenstimmung, wenn es um Strafzölle zwischen der Europäischen Union bzw. den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China geht. Zuletzt waren es vor allem die Schuhhersteller aus dem Reich der Mitte, denen der Verkauf von Waren im Ausland erheblich erschwert wurde. Einen Höhepunkt erreichte die Missstimmung in China nun am gestrigen Mittwoch. Über 100 Schuhkonzerne aus China haben sich nun in einer Interessengemeinschaft zusammengetan.

Über diese Gemeinschaft möchte man nun Erleichterung im Punkt der so genannten Anti-Dumping-Zölle erreichen. Denn die EU hatte mit selbigen Strafzöllen dafür sorgen wollen, dass Billig-Produkte aus China nicht den europäischen Markt überfluten. Gegen diese Zollregelung setzt sich nun verstärkt auch die Regierung in Peking ein, die inzwischen Verhandlungen mit der Welthandelsorganisation führt. Gemeinsam mit der WTO will die Regierung eine möglichst schnelle Lösung für das Zoll-Problem finden.

Bei Regierung und der Interessengemeinschaft ist man außerdem der Überzeugung, dass sich die EU mit ihrem Anti-Dumping-Zollvorgehen zuletzt in gewisser Weise ins eigene Fleisch schneide. Denn die Strafen schadeten nicht nur den Herstellern in China, sondern zugleich auch den Verbrauchern in der EU, bei denen große Nachfrage nach den günstigen Lederprodukten aus China bestehe. Die europäischen Abnehmer der China-Produkte müssten so dauerhaft mit Umsatzeinbußen rechnen durch die Aufschläge für die Einfuhr.

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