Tibet und China ab dieser Woche wieder im Dialog miteinander


Zuletzt hatte man Ende des Jahres 2008 miteinander gesprochen, nun aber lässt sich die Regierung Chinas endlich nach rund 15 Monaten Funkstille wieder auf den Dialog mit dem Dalai Lama über die Zukunft Tibets ein. Bzw. genauer gesagt mit einer aus fünf Personen bestehenden Delegation, die als Sondergesandte Tibets nach Peking Reisen. Das gab Chhime R. Chhoekyapa, der Sekretär des Dalai Lama, am gestrigen Abend bekannt.

Über einen Zeitraum von mehreren Tagen will man gemeinsam nach Lösungen für die nach wie vor existierenden Probleme suchen, erst nächste Woche sollen die Vertreter zurück in die Heimat reisen. Nun muss sich zeigen, ob dieses Mal mehr Hoffnung auf Einigkeit besteht. Bei den letzten Gesprächen zeigte sich die tibetische Delegation wenig begeistert von den verschiedenen Forderungen aus Tibet. Seinerzeit forderten die Tibeter mehr Autonomie und Entscheidungsfreiheit für ihre Heimat.

Die politische Position in China scheint weiterhin die zu sein, dass man an der bereits 1951 durchgeführten Besetzung und Kontrolle der Bergregion Tibet festhalten möchte. Dass sich beide Seiten aber nun erneut zu Gesprächen bereit erklärt haben, wird von vielen Experten als mögliche Chance erkannt. Wenn es schon nicht um die Unabhängigkeit gehen kann, so könnte doch wenigstens mehr Selbstbestimmung für die Tibeter am Ende der Gespräche stehen.

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