Autoverband reicht Beschwerde gegen Daimler in China ein
By Matthias on Jan 18, 2010 in Wirtschaft
Für die meisten deutschen Automobilkonzerne ist der Markt in China derzeit der mit dem größten Potenzial in Sachen Wachstum. Dementsprechend bedrohlich wirken die derzeitigen Meldungen um den Autobauer Daimler. Laut aktuellen Berichten könnte in Bälde ein Importverbot gegen den Hersteller verhängt werden. So berichtet das Magazin Wirtschaftswoche zum Beginn der neuen Woche darüber, dass angeblich eine Beschwerde der CADA, der China Automobile Dealers Association in Vorbereitung sei.
Der Verband der Autohersteller aus dem Reich der Mitte strebt an, ein umfangreiches Verbot für den Import gegen Daimler durch die Behörden zu erreichen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Forderung in Richtung der so genannten Behörde für die Verwaltung der Staatsbetriebe, dass Daimler sein bisheriges Netz der Händler nicht erweitern dürfe. Grund für diese massiven Forderungen ist der Vorwurf, Daimler diskriminiere in China Händler, die vom Mercedes-Netz unabhängig Fahrzeuge verkaufen. Nun will Daimler angeblich den chinesischen Partner LSH durch einen eigenen Einstieg als Teilhaber weiter stärken.
Für den Verband der Hersteller in China ist die Vorgehensweise beim Daimler-Konzern ausreichend, um sich gegen die bisherige Unternehmenspolitik einzusetzen. Sollte die Beschwerde Erfolg haben, hätte der deutsche Hersteller durchaus ein echtes Problem. Denn 2009 erzielte man gerade in China ein ordentliches Absatzplus von fast 70 Prozent.
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