Preisgelder für gemeldete Interseiten mit illegalen Inhalten


Über die strikten Bemühungen der Regierung Peking bezüglich aller Internetseiten mit pornografischen Inhalten berichteten wir bereits. Nun zeigt sich einmal mehr, welche Register die Politik zur Umsetzung ihrer Sauber-Kampagne zu ziehen bereit ist. Neben den Prämien für die Denunziation von entsprechenden Webseiten oder den Betreibern selbiger werden laut staatlicher Medien nun auch durchaus beträchtliche dekorierte Wettbewerbe veranstaltet.

Umgerechnet rund tausend Euro gewann ein unbekannter Student aus der chinesischen Provinz Shanxi, weil er im Rahmen eines solchen Wettbewerbs insgesamt mehr als 30 Webseiten an die Regierung gemeldet hatte. Damit nicht genug, erhielt der Student, dessen Namen nicht genannt wird in den Medien, zudem weitere Geldpreise, die auch in den verschiedenen Provinzen und Städten ausgelobt werden im Kampf gegen die Pornografie im Web.

Allein im ersten Monat der neuen Aktionen in China wurden bereits weit mehr als 60.000 Internetseiten mit mutmaßlich zweifelhaften Inhalten an die Behörden gemeldet durch die Bürger. Dass die verlockenden Geldquellen dazu führen könnten, dass mancher Bürger ohne ersichtlichen Grund Vorwürfe erhebt, nimmt man scheinbar zum Wohle der Sache gerne in Kauf.

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