Rechnungsprüfer stellen Fehlbetrag in Milliardenhöhe fest


Die Volksrepublik China ist derzeit in wirtschaftlicher Hinsicht vor allem für eines bekannt: das Streben an die Spitze der weltweiten Wirtschaftsnationen. Immer wieder hat die Regierung in Beijing den Unternehmen mit neuen Förderprogrammen in Milliardenhöhe unter die Arme gegriffen, um das Wachstum möglichst wie in den vergangenen Jahren auch weiterhin in zweistelliger Prozenthöhe sicherzustellen.

Umso überraschender ist da dementsprechend die Meldung, dass das Amt für Rechnungsprüfung einen finanziellen Schwund im Umfang von umgerechnet sage und schreibe 24 Milliarden Euro in der Staatskasse des Landes nachwies im Rahmen einer Prüfung der ersten elf Monates 2009. Wie es nun einmal seine Aufgabe ist, hat die Behörde nun Ermittlungen gegen die möglichen Schuldigen für den Fehlbetrag eingeleitet. Dass diese Prüfungen nun eine ganze Weile in Anspruch genommen haben, liegt auf der Hand. Immerhin beläuft sich die Zahl der behördlichen Instanzen, Unternehmen und sonstiger Einrichtungen, die für den Schaden verantwortlich sein könnten, auf rund insgesamt etwa 99000.

Inzwischen aber wurden entsprechende Verfahren gegen weit über 200 Mitarbeiter aufgenommen. In manchen Fällen geht es dabei um rein disziplinarische Verfahren, in anderen Fällen laufen bereits Gerichtsverfahren an. Fast 70 der verdächtigen Mitarbeiter sollen in direkter Weise für die Regierung tätig sein. Durch welche Delikte die Gelder abhanden gekommen sind, muss nun herausgefunden werden. Betrug und Veruntreuung kommen als Ursachen ebenso in Frage wie fehlerhafte Arbeitsweisen.

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