Bar für Homosexuelle mit staatlicher Unterstützung eröffnet


Homosexualität ist in der Volksrepublik – wie viele andere Dinge – noch immer ein nicht unbedingt einfaches Thema, um es halbwegs neutral zu formulieren. So gibt es zwar durchaus wie überall auf der Welt eine Szene, doch die Regierung in Peking hielt sich bisher eher bedeckt, wenn es um die Unterstützung homosexueller Initiativen ging. Das könnte sich nun zumindest in gewisser Weise in Zukunft etwas liberaler gestaltet. So hat die Regierung in der südwestchinesischen Provinz Yunnan erstmalig eine Schwulenbar unterstützt.

Die neue Bar steht in der vor allem als Reiseziel für Touristen bekannten Stadt. Hinter der staatlichen Hilfe steht die Vereinigung zur Aidsvorbeugung. Die Hoffnung der Aktion ist die, dass die Bar im Kampf gegen Aids eine zentrale Rolle in der Gegend führen soll. So solle sie idealerweise zu als Anlaufstelle für Homosexuelle fungieren. Dort sollten Gespräche über die Prävention von AIDS und des HI-Virus thematisiert werden.

Ursprünglich war die Eröffnung für den Welt-Aidstag anberaumt worden, doch kurzfristig hatten die Verantwortlichen den Termin bisher verschoben. Ärzte und Initiativen hoffen nun, dass die Einrichtung Schule machen könnte, indem der Staat sich zukünftig stärker als Unterstützer einbringt, wenn es um die Vorbeugung von weiteren AIDS-Erkrankungen in China geht.

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