Audi setzt immer mehr auf chinesische Kunden
By Matthias on Dez 17, 2009 in Wirtschaft
Die Interpretationsweise der aktuellen Aussagen aus dem Umfeld des Autoherstellers Audi kann in zweierlei Hinsicht vonstatten gehen. Entweder folgert man aus den Entwicklungen, dass der Heimatmarkt des Herstellers nach wie vor in einer erheblichen Krise steckt. Alternativ kann man die Lage auch so deuten, dass die Volksrepublik China als Automarkt schlicht weiterhin an Bedeutung gewinnen kann. in jedem Fall ist China für das Unternehmen mittlerweile fast so bedeutend wie Deutschland. Erst jetzt hat Audi die eigenen Ziele für den Absatz im Reich der Mitte nach oben korrigiert.
Die Richtung ist klar: China wird aller Wahrscheinlichkeit nach für das Tochterunternehmen von Volkswagen mittelfristig der wichtigste Markt überhaupt weltweit. Die Prognosen für das gesamte Jahr 2009 deuten auf eine Rekord-Steigerung für Audi bei den Verkaufszahlen hin. 30 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr 2008 könnten unterm Strich für den Autokonzern herauskommen, wenn sich der Trend der ersten elf Monate fortsetzt. Mindestens 150.000 Fahrzeuge möchte Audi bis Jahresende insgesamt verkauft haben.
Spätestens für das Jahr 2013 hofft das Unternehmensmanagement ein einen jährlichen Absatz von etwa 250.000 Fahrzeugen pro Jahr. Zuletzt hatte der Vertriebschef nur von Absatzziel von 200.000 Autos pro Jahr gesprochen. Vor allem der Markt der Privatkundschaft boomt in China, nur noch etwa ein Fünftel der Verkäufe wird im Bereich von Behörden und anderen Regierungsstellen erreicht.
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