Wirtschaftsminister zu Gast in China


Ähnlich wie sein Parteikollege und Außenminister Westerwelle hat auch der deutsche Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle ganz zu Anfang seiner Reisetätigkeiten am heutigen Tage die Volksrepublik China als wichtiges Ziel angesteuert. In enger Kooperation wollen der chinesische Amtskollege Chen Deming und Minister Brüderle nicht nur mindestens einmal jährlich ein persönliches Gespräch führen. Beide Nationen sollen auch über eine Art Hotline miteinander verbunden werden, um die gemeinsamen Beziehungen noch enger zu knüpfen.

Große Bedeutung kam im heutigen Gespräch dem Problem des zunehmenden Protektionismus zu, Deutschland und China wollen auch hier stärker zusammenarbeiten, um als Exportnationen für offene Märkte garantieren zu können. In besonderer Weise begrüßte der deutsche Wirtschaftsminister von der FDP die chinesischen Bestrebungen, zukünftig noch mehr Geld in Deutschland investieren zu wollen. Bedingung für die Umsetzung dieser Ankündigungen könnte etwa sein, dass die Bundesregierung zügig die erst vor kurzem geschaffenen Interventionsmöglichkeiten abschaffen muss, über die Eingriffsrechte bestehen, wenn Unternehmen aus dem Ausland an deutschen Firmen beteiligt sind.

Überrascht und erfreut zeigte sich der liberale Politiker Brüderle vor allem davon, dass die Gespräche von chinesischer Seite ausgesprochen offen geführt worden sein. Selbst kritische Themen wie etwa die Eu-Zölle gegen importierte Schuhe aus dem Reich der Mitte seien in aller Sachlichkeit aufgegriffen worden, so Brüderle.

Post a Comment