Genreis gewinnt in China an Einfluss
By Matthias on Dez 6, 2009 in Umwelt
Weniger Berührungsängste als hierzulande beweist die Volksrepublik gerade einmal mehr im Bereich gentechnisch veränderter Lebensmittel. Denn während Deutschland aus Sicht von unzufriedenen Wissenschaftlern immer stärker den Anschluss in diesem Forschungsbereich verliert wegen der strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen, will China scheinbar der eigenen Versorgungsproblematik bei der Ernährung der weiterhin rasant wachsenden Bevölkerung mit moderner Technologie begegnen. Dabei soll nun auch dem so genannten Genreis eine wichtige Bedeutung zukommen.
Angeblich plant die Wirtschaftsmacht China als erstes Land überhaupt die Genehmigung für den Anbau von Getreide aus dem Labor, im großen Stil. Auf diese Weise will die Regierung in Peking die bisherigen Ernte-Erträge weiter steigern. Die Rede ist nach Aussagen von Experten aus dem Landwirtschaftsministeriums-Komitee für Biosicherheit vom bekannten Bt-Reis, der als besonders resistent gegen den Befall durch Schädlinge. Schon in spätestens drei Jahren könnte der großflächige Anbau beginnen. Allerdings stehen noch einige Tests bevor.
Schon jetzt ist China führend, sowohl bei der Produktion als auch beim Verbrauch von Reis in der heimischen Küche. Seit Ende 2008 haben die Bauern mehr als 60 Millionen Tonnen Reis geerntet. Nur knapp ein Prozent geht bisher in den Export. Das Ziel der Produktivitätssteigerung ist vor allem auf den Mangel an zusätzlichen Anbaugebieten in China zurückzuführen. Bisher hat China schon bei gentechnisch verändertem Pfeffer und Tomaten gute Ergebnisse vorweisen können.
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