Hohe Forderungen an China eine Woche vor Weltklimakonferenz
By Matthias on Dez 1, 2009 in Politik
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass bei allem Wenn und Aber hinter Chinas Ankündigungen für die Reduktion des CO2-Austoßes passenderweise vor allem viel heiße Luft steckt, werden nun immer häufiger internationale Forderungen nach weiteren Korrekturen der bisherigen Pläne laut. So bezeichnet etwa EU-Ratspräsident Reinfeldt (wir berichteten bereits gestern kurz) die Vorschläge als nicht ausreichendes Bestreben, ähnlich wie das Vorhaben der USA, des anderen großen globalen Klimasünders.
Wie gehabt lässt man sich in der Volksrepublik aber keine Vorschriften machen. Premier Wen Jiabao äußerte dementsprechend, man werde sich nicht zu fixen Obergrenzen für die Ausstoß bekennen. Die Vorzeichen für die Weltklimakonferenz in der kommenden Woche in Kopenhagen stehen somit nicht unbedingt auf Einigkeit und Übereinkunft. Dabei steht ein so wichtiger Punkt auf der Agenda der Konferenz.
Die Staatengemeinschaft muss sich an die Ausarbeitung von ersten Grundladen für ein neues Abkommen machen, das nach dem Auslaufe des Klimaprotokolls von Kyoto im Jahr 2012 in Kraft treten soll. Nach Analysten von Experten sind die momentanen Zusagen nicht ansatzweise umfangreich genug, um der zunehmenden Erderwärmung entgegen zu treten. Dass so große Erwartungen an China gerichtet werden, hat einen guten Grund. Denn das Reich der Mitte stößt pro erwirtschaftetem US-Dollar rund viermal mehr CO2 aus als die USA.
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