Chinas CO2-Programm weniger erfreulich als erhofft
By Matthias on Nov 27, 2009 in Umwelt
Die groß angekündigte Forderung Chinas in Sachen Eindämmung der weltweiten CO2-Emissionen im Rahmen des Weltklimagipfels in Kopenhagen hat sich inzwischen als weniger gravierend erwiesen, als es zunächst aus den Formulierungen der chinesischen Regierung herauslesen ließ. Inzwischen ist jedoch klar, dass es scheinbar weniger um eine bewusste Entscheidung zugunsten der Umwelt selbst geht.
So sieht der frühere deutsche Bundesumweltminister Klaus Töpfer etwa den Grund für den neuen Schritt Chinas im Bereich der Solartechnologie und anderer regenerativer und nachhaltiger Energien eher darin begründet, dass die Regierung in diesem Bereich großen wirtschaftlichen Spielraum und Potenzial für weiteres Wachstum sieht. Töpfer fungiert derzeit als Berater der Pekinger Zentralregierung als Stellvertreter des Vorsitzenden des so genannten China Council.
Umweltschützer fordern inzwischen sowohl von China als auch von den USA – dem anderen großen Verursacher von riesigen CO2-Mengen – zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung, um das Fortschreiten der Umweltzerstörung wenigstens langsam zu verhindern. Denn in dieser Woche wurde bekannt, dass China selbst keineswegs die angekündigte 40%ige Reduzierung der Emissionen pro Jahr erreichen wird, denn das genaue Maß soll an das wirtschaftliche Wachstum gekoppelt werden. Für die kommenden 30 Jahre könnte sich aus Sicht mancher Experten kaum etwas ändern.
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