Zwei Hinrichtungen im Zusammenhang mit Melamin-Skandal


Der Skandal um die mit Melamin verseuchte Babynahrung in China hatte international für medialen Aufruhr gesorgt. Die letzten Meldungen sprachen über insgesamt sechs Todesfälle, insgesamt waren mehr als 300.000 Kinder von den gesundheitlichen Beschwerden betroffen, die durch das verseuchte Milchpulver ausgelöst wurden. Nun ist mehr als ein Jahr ins Land gezogen, die ersten Prozesse gegen die Verantwortlichen sind überstanden.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua ist es nun am heutigen Tage zu zwei Hinrichtungen gekommen in China, nachdem die Verurteilten mit ihren Berufsverfahren gescheitert waren. Bei den beiden hingerichteten Angeklagten handelt es sich um den Betreiber einer Molkerei und um einen Rinderzüchter. Schon im Januar hatte das Oberste Gericht in der Landeshauptstadt Peking den Schuldspruch in beiden Verfahren ausgesprochen und die Männer für schuldig befunden, Protein-Pulver in den Handel gebracht zu haben, dass nachweislich mit Melamin verunreinigt war.

Das Mittel wird dazu eingesetzt, dass Milch bei Kontrolluntersuchungen weniger verwässert erscheint. Normalerweise wird Melamin aber vorrangig als Düngemitteln eingesetzt. Bei den Kindern, die die Babynahrung bekommen hatten, bildeten sich infolge der Aufnahme an Nierensteinen, in einigen Fällen kam es zu Nierenversagen. Drei weitere Angeklagte wurden zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Die Regierung in Peking will mit den Hinrichtungen aller Kritik zum Trotz einmal die eigene Entschlossenheit in dieser Sache unterstreichen.

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