China allein kann die Weltwirtschaft nicht retten


Mit diesem Statement bzw. einer Äußerung in dieser Richtung hat der Chefvolkswirt der Weltbank, Justin Yifu Lin, aktuell auf sich aufmerksam gemacht. Der Ökonom gab zu bedenken, dass die bisherigen Maßnahmen der führenden Industrienationen zwar gute Entwicklungschancen für die Weltwirtschaft geschaffen haben. Doch zurücklehnen und auf die Auswirkungen des Wachstums in der Volksrepublik China dürften sich die Nationen sicher nicht.

Auch das Wachstum im Umfang von mehr als acht Prozent in China könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass China global betrachtet nur rund sieben Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung ausmache. Die USA hingegen bringt es auch knapp ein Drittel. Lin äußert, dass die Industrieländer weitere konjunkturelle Hilfsprogramme auf den Weg bringen müssten, um gemeinsam aus einer (zudem eher geringfügigen) wirtschaftlichen Erholung eine Belebung der Weltwirtschaft werden zu lassen.

Augenblicklich sei die Lage durchaus an einem kritischen Punkt. Denn viele Unternehmen in aller Welt berichteten derzeit über erhebliche Produktions-Überkapazitäten, die Unternehmensinvestitionen gingen verstärkt zurück. 2010 wird sich dieser Trend fortsetzen, wenn entsprechende Konjunkturprogramme zur wirtschaftlichen Stabilisierung ausbleiben sollten, so Lin.

3 Comment(s)

  1. Ja durchaus interessant, auch das er der dpa auf der Buchmesse wohl auch die Möglichkeit großer Arbeitslosigkeit in China eingeräumt hat. Anscheinend soll auch sein Buch nun endlich in deutscher Sprache erschienen sein. Der Mann ist für einen Chinesen schon ziemlich offen, im Umgang mit der Realität.

    bdwgast | Okt 19, 2009 | Reply

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