China schiebt Spielen aus dem Ausland einen Riegel vor


Wollte man sich der Thematik aus der Überschrift mit einer ordentlichen Portion Polemik widmen, könnte man sagen: An Zensur sind chinesische Internetnutzer inzwischen bestens gewohnt, so dass Meldungen über weitere Restriktionen im Web kaum noch Reaktionen auslösen. Dennoch sind die Eingriffe der chinesischen Regierung natürlich durchaus bedenklich. Die aktuellen politischen Maßnahmen gegen die freie Verfügbarkeit von Daten aus dem WWW richten sich gegen die so genannten Online-Games. So haben sich das Urheberrechtsministerium und das Informationsministerium gemeinsam mit einer Maßnahme gegen Beteiligungen im Bereich der Spiele im Internetformat Aufmerksamkeit verschafft. Firmen aus dem Ausland ist es nun untersagt, sich an Projekten auf dem nach wie vor boomenden Markt der Volksrepublik zu beteiligen. So ist es den ausländischen sogar untersagt, Aufgaben im technischen Support für Anbieter aus China zu übernehmen. Des Weiteren müssen Hersteller von Online-Games ab sofort Genehmigungen vor der Publikation einholen. Erteilt werden selbige Erlaubnisse vom Informationsministerium. Ein Verbotskriterium für das Ministerium sind etwa ungesunde Inhalte, so die aktuelle Meldung. Von den rund 200 geprüften Portalen, die seit Beginn dieses Monats im Web unter die Lupe genommen wurden, wurde fast ein Viertel geschlossen.

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