IWF warnt vor erneuter Kreditblase in China


Ausgerechnet für China könnte es schon bald zu einer erneuten Kreditblase kommen, sollten sich die momentanen Befürchtungen des Internationalen Währungsfonds bewahrheiten. Dabei gilt das Land derzeit als Vorreiter in Sachen Wirtschaftswachstum, für Länder wie die USA ist die Volksrepublik als Käufer von Staatsanleihen nach wie vor ein wichtiger Geldgeber. Doch trotz enormer Devisenreserven und wirtschaftlichen Wachstums in der Konjunktur Chinas könnte es in den kommenden Monaten dazu kommen, dass die Maßnahmen der Regierung in Beijing das Gegenteil der eigentlichen Ziele erreichen könnten.

Der aktuelle Weltwirtschaftsausblick des IWF präsentiert die derzeit so ambivalente Rolle Chinas für die Weltwirtschaft. Einerseits birgt das immense Wachstum Chinas (der IWF geht von rund neun Prozent Plus für 2010 aus) auch für Deutschland gute Chancen. Andererseits sehen die Experten gerade in der momentanen Politik der Kreditvergabe eine Gefahr für die globale wirtschaftliche Entwicklung. Zu umfangreich fällt die Einflussnahme der Regierung China derzeit aus, so die Einschätzung der Analysten des IWF.

Eine fortgesetzte Vergabe wie bisher könnte zu einer erneuten Immobilienblase führen, wenn die Regierung nicht allmählich wieder die Zügel strammer zieht. Wäre das Wachstum durchweg natürlich entstanden, wäre die Lage anders. Doch die Entwicklungen gehen maßgeblich auf die Konjunkturprogramme und die rege Liquiditätsschaffung der Regierung zurück und sind somit zu einem großen Anteil künstlich geschaffen worden.

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