China will sich Ölreserven in Nigeria sichern


Wenn es um potentielle Investitionen in aller Welt geht, ist man in China bekanntlich sehr einfallsreich und mindestens ebenso wagemutig. Die Volksrepublik ist darüber im Klaren, welch großer Bedarf an Rohstoffen angesichts der steigenden Bevölkerungszahl und vor allem wegen des enormen wirtschaftlichen Wachstums in den kommenden Jahrzehnten auf die Nation zukommen wird.

Dementsprechend zeigt man sich bemüht, schon frühzeitig für Reserven und Nachschub zu sorgen. Dieser Tage zeigt sich ambitioniert bei dem Versuch, den Einfluss Chinas im Ölgeschäft auf afrikanischem Grund weiter auszubauen. So sind derzeit Verhandlungen zwischen dem staatlichen Ölkonzern CNOOC und Vertretern nigerianischer Unternehmen im Gange, an deren Ende eine möglichst umfangreiche Beteiligung am Ölgeschäft in Nigeria für China herausspringen soll.

Die Gespräche beziehen sich nach aktuellen Meldungen auf etwa ein Sechstel aller bisher bekannten Ölreserven, die Nigeria zu bieten hat. Um sich die Menge vor Augen zu führen: Es geht für China um immerhin sechs Milliarden Barrel Rohöl. Die Presseberichte beziehen sich direkt auf einen veröffentlichten Brief des nigerianischen Präsidenten. Die Kosten für Chinas Regierung belaufen sich nach Schätzungen auf eine Summe von etwa 30 Milliarden US-Dollar.

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