China mit Schützenhilfe für Iran


Grundsätzlich ist ein internationales Treibstoffembargo im Falle einer Nation wie Iran durchaus ein passender Weg der internationalen Gemeinschaft. Denn das Land verfügt zwar über üppige Ölreserven, aber an Benzin mangelt es, weil man nicht über genügend eigene Raffinerien verfügt. Dementsprechend ist der Versuch, auf dem Umweg über ein Embargo Druck auszuüben nur logisch. Aber eben nur bedingt. Dann wenigstens, wenn ein Land wie China sich in gleicher Weise wie die anderen großen Nationen verhielte.

Doch schon seit einigen Wochen sind es ausgerechnet chinesische Staatsunternehmen, die Großmengen Benzin in den Iran verschiffen. Inzwischen kommt nach aktuellen Meldungen fast ein Drittel aller Öl-Nachschübe in den Iran aus dem Reich der Mitte. Die genauen Hintergründe sind nebulös. Denn eigentlich soll das Embargo dazu führen, dass die Regierung des Irans der Weltgemeinschaft das iranische Atomprogramm betreffend entgegen kommt. Großkonzerne wie BP hatten nach und nach seit dem Frühjahr auf Druck aus den Regierungen Lieferungen in den Iran vorübergehend beendet.

Die Lieferungen aus China hingegen sollen laut Händleraussagen über Zwischenhändler vonstatten gehen, weil dies nicht über Exportbeschränkungen untersagt ist. Eine Ausnahme ist die Volksrepublik dabei nur, weil es sich um staatliche Unternehmen handelt, denn auch aus Europa gibt es weiterhin auf Umwegen Lieferungen in Richtung Teheran.

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