Streit um Auftritt Chinas bei Frankfurter Messe


Der eigentliche Plan war es, China als Partner für die Frankfurter Buchmesse zu stärker in den internationalen Blickpunkt zu bringen. Dabei sollte es vor allem darum gehen, die Volksrepublik nicht einzig und allein als Wirtschaftsmacht darzustellen, sondern die Vielfalt des riesigen Landes auch in kultureller und historischer Hinsicht hervorzuheben.

Dass es nun bereits im Vorfeld zu einem heiß diskutierten und kritischen Streit um das Partnerland kommt, hattet sich in dieser Form wohl niemand so vorstellen können. Dabei geht es nicht zuletzt um das Verhalten der Veranstalter gegenüber der Gastnation China. Kritiker sehen hier ein „Einknicken“ gegenüber einer Diktatur als gegeben. Der ehemalige Chef der Buchmesse Weidhaas unterstützt indes das Verhalten des aktuellen Chefs, Jürgen Boos.

Menschenrechts-Aktivisten und Politiker wie der Grüne Cohn-Bendit fordern hingegen, dass auf der Buchmesse umfangreiche Proteste gegen China notwendig seien, um deutlich zu machen, dass die Welt nicht hinter den unduldbaren Vorgehensweisen der Regierung in Beijing stehe. Dabei geht es nicht ausschließlich um die weiterhin praktizierte Todesstrafe, auch der Respekt gegenüber religiösen und ethnischen Minderheiten fehlt noch immer im Reich der Mitte in vielen Teilen des Landes.

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