Chinas Staatsfonds bald im US-Immobiliengeschäft?
By Matthias on Sep 10, 2009 in Wirtschaft
Nicht zum ersten Mal nutzt die Regierung in Beijing die Gunst der Stunde, um sich international in Zeiten der grassierenden Wirtschaftskrise mit neuen Investitionen zusätzlichen Einfluss zu verschaffen. In diesem speziellen Fall ist es nun der leidende Immobilienmarkt in den USA, den man als interessantes Feld für erneute Investitionen erkannt hat. So berichten verschiedene Medien derzeit darüber, dass der Staatsfonds CIC in China mit dem Gedanken an Investitionen spielt und bereits erste Prüfungen laufen.
Erste Gespräche mit den Managern infrage kommender Fonds sollen bereits geführt werden, wie das bekannte Wall Street Journal zu berichten weiß. Der Staatsfonds China Investment Corp auf soll dabei in erster Linie den Bereich der gewerblich genutzten Immobilien im Blick haben. Für möglich halten Experten momentan auch einen Einstieg des Staatsfonds in das US-amerikanische Regierungsprogramm.
Denn im Vergleich zu den USA ist Geld scheinbar in China in großem Maße vorhanden. Wie immer in derart kritischen Momenten bei Verhandlungen hüllen sich alle Beteiligten in das altbekannte Schweigen. Angesichts von Kurs-Einbrüchen von durchschnittlich deutlich mehr als 30 Prozent bei den Gewerbeimmobilien auf dem US-Markt ist die Investition für viele Insider aber im Grunde nur eine Frage der Zeit. Zumal CIC über eine mehr als üppig gefühlte „Kriegskasse“ verfügt, die zum Ende des vergangenen Jahres rund 300 Milliarden US-Dollar als Vermögenswerte beinhaltete.
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