China unzufrieden mit Taiwan-Besuch des Dalai Lama


Wieder einmal ist das Oberhaupt der Buddhisten, der die Regierung der Volksrepublik China zu kritischen Äußerungen verleitet. Der anstehende Besuch des Dalai Lama im chinesischen Nachbarland Taiwan sorgt für Widerspruch in Peking. Denn der Lama wird in China als Separatist eingestuft. In chinesischen Medien befürchtet man nun, der oberste Buddhist auf Erden könnte die Rolle des politischen Verführers einnehmen und Taiwan während seines Besuchs in negativer Weise beeinflussen.

Die Sorge gehe dahin, dass die derzeit ruhigen Beziehungen zwischen China und Taiwan aufgrund der Aussagen des Dalai Lama später wieder unter einem schlechten Stern stehen könnten. Grundsätzlich wird Taiwan von der Regierung Chinas als eine so genannte abtrünnige Provinz angesehen, die Beziehung zwischen den Nationen ist erst in den vergangenen Wochen etwas ruhiger geworden.

Der Dalai Lama weist die Kritik Chinas an seinem Besuch zurück. Seine Reise nach Taiwan basiere ausschließlich auf einem humanitären Aspekt, politische Entwicklungen strebe er in keinem Fall an. Seinen Besuch sieht der im indischen Exil lebende Dalai Lama im Kontext der Hilfe für die Taifun-Opfer nach den vergangenen Umweltkatastrophen in Taiwan. So wird es beispielsweise keinen Termin mit den taiwanesischen Staatspräsidenten geben.

3 Comment(s)

  1. Der Dalai Lama ist ein netter aelterer Herr, nicht weniger, aber auch nicht mehr. Er ist weder “das Oberhaupt der Buddhisten” noch “der oberste Buddhist auf Erden”. Woher nehmen Sie denn diese voellig unzutreffenden Bezeichnungen ?

    Franz | Aug 31, 2009 | Reply

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