Zensur gegen Aktion zum Mauer-Jahrestag in Berlin


Für westliche Verhältnisse wirkt es schon etwas verstörend, was die Regierung Chinas derzeit vorgibt. So haben die Zensurbehörden die geschichtlichen Veränderungen aus dem unvergesslichen Jahr 1989 erneut sozusagen zum „Thema non gratum“ erhoben. Dazu gehört natürlich unter anderem, dass man sich bemüht, den Mauerfall in der geteilten Stadt Berlin weiterhin aus den Medien herauszuhalten. So ist es einerseits mitunter Journalisten in China untersagt, über die Mauer zu publizieren.

Vor allem nicht über die Aktion, die von den vier momentan bekanntesten Künstlern der Volksrepublik anlässlich des 20sten Jahrestages des Mauerfalls geplant ist. Die Künstler gestalten spezielle Mauersteine zur Feier am Berliner Brandenburger Tor. Beim Goethe-Institut in der chinesischen Hauptstadt Beijing sieht man diese Vorgaben für die Reporter als deutliche Zensur im Rahmen eines weltweit wichtigen Ereignisses, das vor knapp 20 Jahren gravierende Veränderungen auslöste. Dabei sind die vier chinesischen Steine nur Bestandteil einer Kunst-Aktion, die aus insgesamt 1000 Nachbildungen der früheren Mauerbestandteile besteht.

Enthüllt haben die chinesischen Künstler ihre Kunstwerke dennoch in der Botschaft, vor den Augen von einigen Dutzend Journalisten. Viele Artikel wurden nun angeblich von den Zensurbehörden gelöscht und frühzeitig unterbunden. Für die Reporter im Land der beste Beweis, dass die Mauerfall bis heute ein brisantes Thema geblieben ist. Dabei sollte Chinas politische Klasse eher froh sein, dass vier heimische Künstler so gefragt sind und an der historischen Aktion teilnehmen.

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