China weitet Ankäufe von Rohöl aus


Ein mögliches Ziel der derzeitigen umfangreichen Ankaufsambitionen der Volksrepublik könnte der Versuch sein, die Preise für Öl deutlich steigen zu lassen. Denn Tatsache ist es, dass die Regierung momentan einerseits weitaus mehr Benzin als benötigt produziert und parallel deutliche Ankäufe von zusätzlichen Rohöl-Reserven tätigt. Die Regierung in Beijing gab bekannt, man wolle mit dieser Maßnahme vor allem die heimische Branche der Raffinerien ankurbeln.

Auf diesem Wege will man vermeiden, dass Arbeitnehmer in diesem Sektor des Arbeitsmarktes ihre Arbeitsplätze verlieren könnten. Dass man somit auch die internationalen Preise für Rohöl auf lange Sicht deutlich steigen lässt, ist ein angenehmer Nebeneffekt. So sind andere Ländern bei sinkenden Weltmarkt-Reserven gezwungen, in China einzukaufen, zu möglicherweise erheblich höheren Preisen. Allein im vergangenen Juli kletterte der Ölwert in China zur Hochzeit um 7,7 Prozent, durchschnittlich legte der Kurs sechs Prozent zu.

Handlungsbedarf hatte die chinesische Regierung zuletzt erkennen müssen, als Zahlen veröffentlicht wurden, nach denen rund ein Drittel neu frisch von der Uni kommenden Akademiker ohne feste Anstellung ist. Angesichts der Erwartungen, China werde auch weiterhin auf dem Ölmarkt einkaufen, kann das Reich der Mitte möglicherweise seine Ziele für den Arbeitsmarkt frühzeitig erreichen.

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