Zunehmend Bleivergiftungen in Provinz Shaanxi


In vielen Industrieregionen der Volksrepublik China kommt es auch weiterhin immer wieder Vorfälle, die für große Beunruhigung in der Bevölkerung sorgen. So auch aktuell einmal mehr in der Provinz Shaanxi. Dort haben nun Mediziner Sorgen hinsichtlich einer zunehmenden Zahl von Bleivergiftungen bei Kindern in der Region Bedenken geäußert. Rund 300 Fälle von schweren Bleivergiftungen wurden zuletzt in Shaanxi gezählt, eine Häufung, die von den Ärzten unmittelbar mit der Industrie vor Ort in Verbindung gebracht werden.

Viele der Blutbilder der Kinder wiesen nach Aussage der behandelnden Ärzte Werte im Bereich der Bleikonzentration aus, die erheblich den akzeptablen Grenzwert überschritten. Typische Vergiftungs-Symptome wie verlängerte Reaktionsfähigkeit, Mattigkeit und akute Müdigkeiten seien dementsprechend oft zu beobachten bei den betroffenen Kindern. Einen direkten Zusammenhang sehen die Mediziner vor allem hinsichtlich der Schmelzung von Zinn- und Bleivorkommen.

Diese ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in der besagten Region. Empfehlungen, die Region zu verlassen, konnten viele Familien nicht nachkommen, weil es ihnen an den nötigen finanziellen Mittel fehlte. Nun fordern viele Experten staatliche Hilfe, um die Zahl der Vergiftungen nicht weiter ansteigen zu lassen.

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