Gefahr für Chinesen im Ausland nach Al-Kaida Aufruf?
By Matthias on Jul 14, 2009 in Sonstige News
Für Außenstehende ist die Lage in der chinesischen Region Xinjiang mehr oder weniger undurchschaubar und nicht gerade leicht zu verstehen. In den vergangenen Wochen kommt es immer wieder zu Ausschreitungen von Seiten der Han-Chinesen gegen die muslimischen Uiguren, die in der Region arbeiten. Inzwischen ist von rund 3000 Todesfällen infolge dieser Krawalle die Rede bei den Uiguren im Exil, während die chinesischen Behörden von „nur“ etwa 184 Toten sprechen.
In jedem Fall könnte die angespannte Situation nun gravierende Konsequenzen haben, auch außerhalb der Volksrepublik. Nach Berichten von Terrorismusexperten drohen Islamisten der Terroreinheit Al-Kaida nicht nur mit Vergeltungsschlägen gegen im Ausland lebende Chinesen. Das Netzwerk ruft vielmehr angeblich in der ganzen Welt zu Übergriffen gegen Chinesen auf, um die Tötung der Uiguren in gewisser Weise zu sühnen.
Nach Auffassung von Experten handelt es sich keineswegs um leere Drohungen, sondern um Ankündigungen mit ernstem islamistischem Hintergrund. Insbesondere bestehe die Gefahr, dass sich weitere Terroreinheiten aus aller Welt dem Aufruf anschlössen. Die Bedrohung könnte erheblich sein für die Chinesen im Ausland, denn zigtausende leben allein in Algerien.
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