China verschiebt Filtermaßnahmen für PCs


Scheinbar lässt man sich wenigstens hin und wieder bei der Regierung Chinas von äußeren Einflüssen und Protesten aus der Bevölkerung zu (geringfügigem) Umdenken bewegen zu lassen. Vor einigen Wochen sorgte die Meldung über ein Filterprogramm für Aufsehen, dass die Regierung zwangsweise auf allen neuen Computern installieren wollte. In erster Linie sollte das Programm den Zugriff auf illegale Inhalte im Internet – sozusagen als Maßnahme des Jugendschutzes – reglementieren und verbieten.

IT-Experten befürchteten jedoch vor allem, die Regierung könnte auf diese Weise nicht nur den Zugriff auf pornografische und brutale Webseiten verwehren, sondern die Bürger ausspionieren. Vom Ausmaß dieser Zensur vonseiten der Regierung einmal ganz abgesehen. Das MIIT jedenfalls, das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie, veröffentlichte nun in dieser Woche eine Meldung mit der Ankündigung, der für Juli anberaumte Projektstart werde sich auf unbestimmte Zeit verzögern.

Allerdings ist in der Behörde weniger die Rede von einer Reaktion auf die Kritik aus der Bevölkerung und aus dem Ausland am mangelnden Datenschutz. Vielmehr haben verschiedene Konzerne mitgeteilt, dass die eingeplante Zeit für die Umsetzung der Maßnahmen nicht ausreichend sei. Somit wird es also schlicht ein Weilchen dauern, bis das Jugendschutz-Programm in Gang kommt.

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