Kindesentführungen nehmen weiter zu in China


Die Größenordnung ist für unsere Verhältnisse kaum vorstellbar. Doch Angaben verschiedener Organisationen, die nicht zur Regierung der Volksrepublik gehören – die so genannten NGOs – wirken erschreckend. Rund 20000 Kinder sollen pro Jahr in China Kidnappern zum Opfer fallen. Die meisten dieser Kinder kommen nie wieder zu ihren Familien zurück.

Tatsächlich sind die Behörden selbst vielfach vollkommen überfordert, weil die Regionen so groß sind, dass Suchaktionen mitunter schnell erfolglos eingestellt werden müssen. Experten sprechen von organisierter Kriminalität. Die meisten Kidnapping-Delikte gehen so auf das Konto von Banden, die sich auf den Menschenhandel spezialisiert haben und Geld mit dem Leid von Familien verdienen.

Erfolge beim Kampf gegen Kidnapper-Banden sind eine Seltenheit. Auftraggeber solcher Kindsentführungen sind vielfach entweder Bauern, die sich auf diesem Wege mit einer jungen Braut versorgen. Doch auch Familien, deren Kinderwunsch auf natürlichem Wege nicht erfüllt werden kann, wagen den Schritt in die Illegalität. Ohne dabei zu erwägen, dass sie selbst und ihr eigener „neuer“ Nachwuchs schon bald Opfer einer Straftat werden könnten. Die Regierung will nun mit umfangreichen DNS-Datenbanken den Verbrechern deutlicher zu Leibe rücken.

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  1. Jul 5, 2009: from China- Land der verlorenen Kinder | Criminologia

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