China refomiert die Todesstrafe


Ironische Berichterstatter formulieren die Meldungen aus China zum Todesstrafe mit einer gehörigen Portion Zynismus. So könnten sich die zum Tode Verurteilten in der Volksrepublik vor Freude über die neuen Bedingungen kaum halten. Doch so absonderlich es nach westlichen Justizsystemen auch klingen mag. Für China halten dortige Experten die Entwicklungen für eine durchaus relevante Veränderung.

Bisher waren Hinrichtungen durch einen Todesschuss die übliche Vorgehensweise nach einer Verurteilung eines Gefangenen zum Tode. In Beijing wird nun schon bald nicht mehr der Schießbefehl erteilt werden. Kritisiert wurde seit vielen Jahren die Fehlbarkeit dieser Hinrichtungsart. Denn viele Straftäter sind bei dieser Tötungsart nicht unmittelbar tot. Anders bei den Plänen der Regierung, die nun in einem Beijinger Gefängnis vorbereitet werden. Zukünftig will die Regierung Chinas die Todesstrafe durch Giftspritzen durchführen lassen.

So eigenartig es klingt für Laien. Doch dieses Vorgehen wird als weitaus humaner angesehen, weil die Kriminellen werden oder im Idealfall gar keine Schmerzen ertragen müssten. An der grundsätzlichen Kritik der weltweit agierenden Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und anderen an Chinas mangelnder Bereitschaft zur Abschaffung der Todesstrafe wird sich dadurch jedoch wenig ändern.

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