China sperrt erneut diverse Internet-Angebote
By Matthias on Jun 3, 2009 in Internet
In der Volksrepublik gibt’s mal wieder Probleme mit dem Internet. Dieses Mal nutzt die Regierung in Beijing den 20. Jahrestag der Studentenwiderstände, um etliche virtuelle Angebote wenigstens vorübergehend für die Internetnutzer zu sperren. Der Grund ist denkbar einfach. Die Behörden sehen in Portalen wie den Microblogging-Anbieter Twitter oder dem Foto-Portal Flickr die Gefahr einer allzu raschen und unkontrollierbaren Nachrichtenverbreitung im Internet.
An einem Meinungsaustausch zum Jahrestag ist die Regierung jedoch nicht im Geringsten interessiert. Vielmehr gilt bis heute im Grunde ein regelrechtes Redeverbot für die Bürger im Land, wenn es um dieses spezielle Thema geht. Auch etliche andere Blogger-Anlaufstellen wie Blogger.com können einstweilen nicht mehr angesteuert werden von den Usern. Auch Microsofts neuer Suchdienst Bing Bing findet sich auf der Liste der gesperrten Internetauftritte.
Dass mit derartigen Restriktionen zu rechnen war, erwartete die chinesische Internetgemeinde jedoch bereits seit Wochen. Denn schon der vergleichsweise Anlasse der olympischen Sommerspiele im vergangenen Sommer hatte ähnliche Maßnahmen vonseiten der Behörden nach sich gezogen. Zudem ist vor allem Twitter bisher noch ganz frisch auf dem Markt. Da denkt man sich mangels Erfahrung mit dem Angebot wohl: lieber einmal mehr sperren, als eine böse Überraschung zu erleben.
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