Deutschland liebt Jeans aus China
By Matthias on Jun 2, 2009 in Wirtschaft
Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden machen eines deutlich: Der Grundsatz „Qualität hat ihren Preis“ hat nach wie vor auf dem Bekleidungsmarkt nicht wirklich Einzug gehalten. Faktisch stammte im vergangenen Jahr 2008 mit einem prozentualen Anteil von 54,5 Prozent mehr als jede zweite Jeans aus dem Ausland auf dem deutschen Markt wahlweise aus der Volksrepublik China oder aus dem Billigproduktions-Standort Bangladesch.
Der Gesamtwert dieser insgesamt mehr als 141 Millionen Jeanshosen belief sich auf rund 1,4 Milliarden Euro. Die Billigjeans hatten einen durchschnittlichen Preis bei der Einfuhr von nur rund 9,57 Euro. Wie günstig in China nach wie vor produziert wird, zeigt die Tatsache, dass der durchschnittliche Preis dieser Hosen mit nicht einmal sieben Euro je Hose sogar noch unter dem Schnitt lag.
Absoluter Tiefpreis: Bangladesch mit nur 4,72 Euro. Im Falle Chinas beläuft sich die Jeansmenge auf rund ein Drittel der importierten Hosen nach Deutschland. Wirtschaftlich gehen diesbezüglich rund 335,8 Millionen Euro in diesem Bereich der Textilwirtschaft allein nach China. Mit weitem Abstand nächst größter Importeur chinesischer Beinkleider ist die Türkei, die mit nur etwa 14,7 Millionen Stück doch deutlich hinter Deutschland zurückbleibt.
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